Obstbaumwiese

Ein Kleinod am Unterbacher See

Finkenwerder Herbstprinz
Der Finkenwerder Herbstprinz ist eine alte Apfelsorte, die auf unserer Obstwiese gedeiht. / Foto: Teresa Taborek-Weisker

Eine Oase im Düsseldorfer Osten: Auf einer weitläufigen Wiese wachsen alte hochstämmige Apfel-, Birnen-, und Zwetschgenbäume, geschützt vom Eller Forst.


Diese Obstwiese im Naturschutzgebiet hat das Gartenamt der Stadt Düsseldorf 2007 dem NABU Düsseldorf e. V. zur Nutzung überlassen. Zu den alten hochstämmigen Obstbäumen, die lange Zeit nicht gepflegt worden sind, kamen direkt zwei Pflaumenbäume, ein Birnenbaum und vier Apfelbäume hinzu. Parallel dazu wurden die älteren Bäume fachgerecht geschnitten.

 

Bereits seit 2007 feiern wir einmal im Jahr im Herbst das beliebte Apfelfest. Bei regelmäßigen Pflegeaktionen mit Freiwilligen wird Wildwuchs zurückgeschnitten und Totholz an zwei zentralen Stellen gesammelt. Zudem gibt es Nistkästen und Insektenhotels. Um die Biodiversität der Streuobstwiese weiter zu vergrößern, wird die Wiese sorgfältig zweimal im Jahr gemäht.

 

Viele Pflegeaktionen im Frühjahr

Phase eins war erfolgreich, nun läuft Phase zwei im Projekt „Erhöhung der Artenvielfalt auf der Obstwiese am Unterbacher See“. Nachdem 2019 in mehreren Pflegeaktionen über 140 Arbeitsstunden zusammenkamen, ging es bereits im Februar munter weiter. Die Obstbäume wurden fachkundig geschnitten, wuchernde Brombeeren- und Buschtriebe gestutzt und viele Brennnesseln samt Wurzeln entfernt. Zudem gibt es nun hinter dem Zaun eine kleine Auslichtung. Einige Bäume standen im April in schönster Blüte, darunter eine alte Birne, die Rheinbirne.

Neu ab 2020: Um die Nistkästen auf der Obstwiese kümmert sich die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft. Die Kästen werden regelmäßig gereinigt, an passenden Stellen aufgehangen und bei Bedarf ergänzt. Die Gruppe betreut nicht nur Nistkästen auf der Obstwiese sondern im ganzen Stadtgebiet.

Auch die nächste Wildblumeninsel ist entstanden – hier wurden regionale Wildblumen und Wildgräser gesät. Die verwendete zertifizierte Saatgutmischung für das Rheinische Bergland hat das Düsseldorfer Gartenamt geliefert. Bei dieser Aktion konnten erste Insekten beobachtet werden: der Gefleckte Weidenblattkäfer (gelb mit je zehn schwarzen Flecken auf den Flügeldecken, siehe Foto unten) und eine Gartenhummel, die sich in einer Kronröhre der weißen Taubnessel versteckte.

Sehr stark wachsen weiterhin die großen Brennnesseln, die sicher wieder tatkräftig eingegrenzt werden müssen. Gemeinsam mit Gleichgesinnten sind die Pflegemaßnahmen auf der Streuobstwiese eine sehr bereichernde Erfahrung. Wir freuen uns über alle die mitmachen möchten. Bei Interesse bitte einfach mailen.

 

Lage:

Die NABU Streuobstwiese ist vom Parkplatz Bootshafen am Nordufer des Unterbacher Sees in drei Minuten über den Fußweg „Kleiner Torfbruch“ zu erreichen. Bushaltestelle Seeweg, Linie 735.

 

Kontakt:

Robert Wierichs

Tel. 0176 102 620 57

obstwiese@nabu-duesseldorf.de

 

Reinhold Zimmermann

Tel. 0211 977 179 19

Interessante Broschüre zum Thema Streuobstwiesen - Download

 

 


Info-Tafel auf der NABU Obstwiese

Neue Info-Tafel auf der NABU Obstwiese
Neue Info-Tafel auf der NABU Obstwiese

Layout und Fotos stammen vom NABU Mitglied Wolfgang Scholz.



Fotos: Teresa Taborek-Weisker