
Sobald die nächtlichen Temperaturen über 7 Grad plus steigen und die Witterung nicht zu trocken ist, erwachen Kröten, Frösche und Molche aus der Winterstarre und treten die Wanderung zu den Laichplätzen an. Dabei erleiden viele auf diesem Weg beim Überqueren von Straßen den Tod - sei es durch Überfahren von Fahrzeuge oder Fahrräder, aber auch allein durch die Druckwelle, die jenseits einer Geschwindigkeit von 30 km/h entsteht.
Auch dieses Jahr sind die Amphibien, Dank der Unterstützung fleißiger, ehrenamtlicher Helferinnen und Helfern, sicher zu den Laichplätzen gelangt. Allen herzlichen Dank für die Mithilfe und Unterstützung. Es konnten dieses Jahr folgende ca. Zählungen notiert werden:
Erdkröten: 1.705 (m) und 786 (w)
Grasfrösche: 45
Tote Tiere: 45
Die Ergebnisse sind erfreulicherweise etwas höher als im letzten Jahr.
Dieses Jahr wurde einer unserer abendlichen Sammlungen von Murat Koyuncu vom Deutschlandfunk begleitet. Sein Interview kann über den folgenden Link aufgerufen werden:
https://www.deutschlandfunk.de/wie-ehrenamtliche-kroeten-bei-ihrer-wanderung-unterstuetzen-100.html
Wir hoffen, dass ihr 2027 wieder dabei seid!
Im Jahr 2020 erhielt der NABU Düsseldorf e. V. die Information, dass Amphibien auf der Straße am Nordufer des Unterbacher Sees überfahren
wurden. Diesen Geschehnissen hat sich der NABU Düsseldorf mit der ersten Kröten Schutz Aktion 2021 und einem Testprojekt angenommen. Nachdem die Einwilligung des für diese Region
zuständigen Zweckverbands Unterbacher See vorlang, gründete der NABU Düsseldorf eine Amphibien AG.
Die Tiere müssen mit sauberen Handschuhen (am besten Nitrilhandschuhe), welche die empfindliche, schleimige Haut von Fröschen schützt, abends mit Einsetzen der Dämmerung über die Straße, zum nächsten Uferrand gebracht werden. Jedes Tier wird bestimmt und in einer Bestandsliste via Online Teamup Kalender erfasst.
Falls Helfer/innen in den letzten 3 Tagen in einem anderen Naturgebiet außerhalb von Düsseldorf waren oder in den darauffolgenden Tagen vorhaben mit den gleichen Schuhen zu wandern, müssen vor und nach der Begehung von Wald oder Grünflächen, die Schuhsohlen und seitliche Kanten mit Ethanol abgesprüht werden. Es wird so verhindert, dass der im Kreis vorkommende Salamander – Hautpilz, (Batrachochytrium salamandrivorans - kurz Bsal) nicht von einer Amphibienpopulation zur nächsten verschleppt wird. Informationen zum Salamanderhautpilz, der auch Molche befallen kann, erhalten Sie hier
Hauptsächlich Erdkröten und vereinzelt Grasfrösche, Wasserfrösche, Teichmolche und Bergmolche.
Links: Erdkröten Weibchen / beide Fotos: Heinz Strunk NABU
Rechts: Weibliche Erdkröte trägt Männliche; Weibchen sind größer, Männchen kleiner mit schwarzen Zehenspitzen
Links: Grasfrosch / Foto: Heinz Strunk NABU
Rechts: Wasserfrosch / Foto: Kathy Büscher NABU
Links: Teichmolch / Foto: Kathy Büscher NABU
Rechts: Bergmolch / Foto: Eric Neuling NABU