NABU Feld in Düsseldorf-Flehe

Aktionen auf dem Fleher Feld September 2021 bis März 2022


Der NABU Düsseldorf hat ein ehemals für den Gartenbau intensiv genutztes Feld, das sogenannte „Fleher Feld“ gepachtet, um hier eine insektenfreundliche Wildblumenwiese anzulegen. Es liegt am Weg „In der Hött“ mitten im Ortsteil Düsseldorf-Flehe und umfasst 4000 m² bei einer Länge von ca. 120 Metern und ca. 35 Metern Breite.

 

Der Boden auf dem Feld ist auf der einer Hälfte lehmig-sandig bis lehmig und auf der anderen Hälfte mit torf- sowie extrem nährstoffreicher Blumenerde versehen.

 

Was ist in diesem Jahr mit dem insgesamt problematischen Boden dieser Fläche bisher geschehen?

Wochenende für Wochenende

wurden mit vielen Helferinnen

und einigen Helfern tiefwurzeln-

de Ackerkräuter wie Disteln,

Krauser Ampfer, Löwenzahn, Brombeeren und Efeu ausge-

graben, bei Letzteren auch

Ranken geschnitten.

10 Kubikmeter Pflanzenmaterial wurden in Container gehievt und abtransportiert …

…und nach wie vor immer

wieder Müll gesammelt


Fotos: Brigitte Steinke und Marc Frerich

Im September wurde das Feld das erste Mal gegrubbert und sah

1 Woche später so aus,

…und im November schon wieder so - alles ist von Winter-portulak über-wuchert.

Im Spätherbst haben wir das Feld noch einmal grubbern lassen und dann kam für Monate diese Überraschung - das Ergebnis von Dauerregen – es war also wieder nichts mit dem Bearbeiten.


Währenddessen haben wir die Zeit

genutzt, um in einer Aktion den

gesamten Acker für größere

Maschinen frei zu räumen.

(Foto: Brigitte Steinke, NABU)


Auf der Querseite gegenüber dem Zaun haben wir im Winter außerdem eine Hecke mit einheimischen Sträuchern gepflanzt. Sie sind erfreulicherweise alle angewachsen und treiben gut aus.

Ein Gemüsebauer aus der Nachbarschaft war zu unserer großen Freude gerne bereit, das Feld im Spätherbst letzten Jahres noch einmal zu grubbern.


Der überschwemmte Boden war noch nicht ganz abgetrocknet, als sein Traktor in diesem Jahr erneut

anrücken konnte. In Windeseile fegte er umsichtig mit dem angehängten Pflug über das Feld. Als sich Mitte

März die ersten Ackerkräuter wieder zeigten, bearbeitete er das Feld mit einer Kreiselegge – für uns ein sehr interessantes Gerät.

Im April konnte nach einem

kräftigeren Regen in der Nachte

schließlich der sogenannte Rau-

Hafer eingesät werden.

Da die Saatdichte wichtig ist, wird sie noch einmal fachmännisch überprüft.


Fotos: Robert Wierichs

Der Hafer hat folgende Funktionen:

-        Er lockert die tieferen Bodenschichten auf,

-        reduziert den Stickstoffgehalt des Bodes,

-        verhindert durch sein frühes und schnelles Wachstum das Keimen der reichlich vorhandenen Samen von

          unerwünschten Ackerkräutern und

-        ist sehr trockenheitsresistent

 

Der Hafer wird in der sogenannten Milchreife gemäht, d. h. wenn die Körner noch nicht reif sind. Nach dem Mähen und Abräumen wird der Boden noch einmal überarbeitet werden und dann ist endlich die Blumensaat dran.

 

Das Projekt „Fleher Feld“ wird vom Insektenschutzfonds des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) e.V. gefördert.


Kontakt:

Brigtte Steinke

Tel. 0211 349 736

E-Mail: wildblumenwiese@nabu-duesseldorf.de