Steinkauzschutz in Düsseldorf
Seit 2005 bemüht sich die OAG verstärkt um den Steinkauz (Athene noctua).
Um das Überleben der heimischen Steinkauzpopulation langfristig zu sichern, ist die Kenntnis der geeigneten Lebensräume von elementarer Bedeutung. Genau so wichtig sind Pflege und Ausstattung dieser Lebensräume.
So wurden in Zusammenarbeit mit der Landschaftspflegestation Hexhof günstige Termine für die Schneitelung der Kopfweiden gefunden, und die Biologische Station Haus Bürgel erarbeitete ein Weidenmanagement für Himmelgeist, in dem die Grünlandnutzung durch steinkauzberechte Mahd- und Beweidungstermine geregelt wird.
Nisthilfen-Kontrolle am 21.06.2011
Weiterhin konnten die Nisthilfen auf den Golfplätzen an der Lausward und in Hubbelrath optimiert und ergänzt werden. Durch tatkräftige und finanzielle Unterstützung der Stadtwerke Düsseldorf und der Jagdgemeinschaft Kaiserswerth–Wittlaer wurden weiter Nisthilfen in geeigneten Biotopen angebracht. Damit stehen dem Steinkauz in Düsseldorf zurzeit 24 Nisthilfen zur Verfügung.
In den weitgehend natürlichen Steinkauzlebensräumen Urdenbacher Kämpe und Himmelgeister Rheinbogen, mit vielen Kopfweiden und umgebendem Grünland, sind keine Nisthilfen eingebracht worden. In Himmelgeist war ein Rückgang der Bruten zu beobachten, da hier das Frühjahrshochwasser den überwiegenden Teil der Kleinsäugerpopulation vernichtete. Durch den Nahrungsmangel bedingt haben einige Steinkauzpaare Ausweichquartiere im näheren Umfeld belegt.
Insgesamt kann aber für Düsseldorf eine positive Bilanz gezogen werden, denn mit elf sicheren Brutpaaren und den nach Methodenstandards wahrscheinlich brütenden 15 Paaren ist ein neuer Höchststand erreicht.
Sorge bereitet uns die Tatsache, dass die Betreuung der Nisthilfen nur auf wenigen Schultern ruht. Besonders für den Düsseldorfer Norden wird dringend ein Gebietsbetreuer gesucht.
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